Der Sommer hat uns dieses Jahr bereits mit allem überrascht, was er in Petto hat: perfekte Wohlfühltage, drückende Hitze, unwetterartige Gewitter, trübes Grau in Grau. Für unsere vierte Delicious Ridiging Tour am 17. Juli hofften wir inständig, in der Wetterlotterie das große Los zu ziehen. Und wir hatten – wie schon im Vorjahr – großes Glück.

Nur der Start war nass. Gerade hatte uns Olaf Rode (nominiert zum Berliner Gastgeber 2016) vom Alpenstueck detailliert erklärt, mit wie viel Liebe die Zutaten unseres Frühstücks in Eigenproduktion in der Manufaktur und Bäckerei produziert werden, da fing es an zu regnen. Doch auch so verließen wir beeindruckt das Alpenstueck mit der Information, dass das Konzept so erfolgreich ist, dass inzwischen über 40 Mitarbeiter angestellt sind.

Das Nass kam nur gemächlich vom Himmel, aber ich habe zum wiederholten Mal einen Fehler gemacht, den wahrscheinlich die meisten Zweiradfahrer in Berlin kennen: Die mir von unserem Partner BMW zur Verfügung gestellte S 1000 XR hatte ich unter einer Linde abgestellt. Regen und Lindenblütenstaub können im Idealfall einen erstaunlich guten Kleber abgeben. Fest im Sattel sitzend ging es für mich und die zehn anderen Fahrer schließlich auf die Tour. Schnellstmöglich aus der Stadt gen Norden und mit dem Beton um uns herum wich auch das Grau am Himmel.

Bei schönstem Sonnenschein fuhren wir unter Führung unsere Guides Tim vom BMW Werk Berlin durch zahlreiche schöne Alleen, aber auch über eine Waldstrecke mit Kopfsteinpflaster, das seinem Namen alle Ehre machte nach Neustrelitz. Wir haben das Teilstück im Nachhinein unsere „Wellnessstrecke“ genannt und dem Rütteln und Schütteln so auch etwas Positives abgewonnen.

Dann kamen wir im Forsthaus Strelitz an. Viel romantischer geht es kaum. In dem Haus mit Geschichte und einem herrlichen Flair schwingt Wenzel Pankratz (nominiert zum Meisterkoch der Region 2016) den Kochlöffel. Seit 2015 hat er die kulinarische Leitung von seinem Vater übernommen und mit außergewöhnlicher Küche an einem außergewöhnlichen Ort schon viel positive Kritik geerntet. Die Zutaten kommen vom eigenen Hof oder aus der Gegend und so frisch schmecken die Kreationen auch. Dass er hier aufgewachsen ist, bevor er in die Sternegastronomie aufbrach, und nun zurückgekehrt ist, gibt der Begegnung einen ganz besonderen Charme.

Mit dem Geschmack von Anis und Blaubeeren auf der Zunge ging es dann zurück nach Berlin. Nach vielen schönen langgezogenen Kurven – gut einmal fehlte schlicht eine Brücke und wir mussten eine Ehrenrunde drehen – kamen wir kurz vor sieben beim VOLT an, wo uns bereits Matthias Gleiß (nominiert zum Berliner Meisterkoch 2016) erwartete. Ich war vorher noch nicht da und so war ich von dem gesamten Ambiente besonders beeindruckt. Das VOLT hat seine Heimat im denkmalgeschützten Umspannwerk Kreuzberg, das den Industriecharme der 1920er Jahre mit stilsicherem, modernen Interieur kombiniert.

Wir nutzten das gute Wetter, ließen es uns auf der Terrasse gut gehen und lauschten Matthias Gleiß, der uns seine Biografie und Philosophie näherbrachte: „Die gute alte Berliner Küche mit innovativen Ideen kombinieren.“ Da gab es dann Gerichte wie Eisbeinpralinen, Fischkreationen und Nachtisch, der farblich perfekt abgestimmt sich auch auf der Zunge harmonisch und im Einklang ausbreitete.

Satt, glücklich und ein wenig müde ging es dann irgendwann auf den Heimweg. Es war eine tolle Tour. Ein riesiges Dankeschön geht an die Köche. Ganz besonders an Wenzel Pankratz und Matthias Gleiß, die extra für uns aufgemacht haben. Ein weiterer großer Dank geht an Berlin Partner – insbesondere Myriam Sztayn und Christian Stigler – für die Unterstützung bei der Organisation sowie an das BMW Werk und die BMW Niederlassung Berlin, die uns wieder tolle Maschinen zur Verfügung gestellt haben.

Wer selbst einmal dabei sein möchte, der kann uns schon jetzt sehr gerne eine E-Mail an info@deliciousriding.de schreiben. Die nächste Tour kommt bestimmt.

Bilder von: Jens-Rainer Jänig, Daniel Ott, Alexander Plunkett, Robin Weiße

Hinterlasse eine Antwort