Das netzwerk medien-trainer hatte am 4. März 2016 zum 4. Crossmedia-Tag in Leipzig eingeladen und auch dieses Jahr kam die Medienbranche zusammen, um über die Digitalisierung allgemein und speziell das Motto „Erfolgreich im Digitalen“ zu diskutieren.

Gleich von Beginn an wurde klar, dass es nach wie vor besonders für die öffentlich-rechtlichen Anstalten nicht einfach ist, ein jahrzehntelang erfolgreich erprobtes System auf die Digitalisierung umzustellen. In aller Munde ist dabei die trimediale Medienarbeit, d. h. das strategische Denken, Arbeiten und Publizieren für die Kanäle Radio, TV und Online, wodurch der vollständige Lebenszyklus einer Geschichte über alle Ausspielungsformate hinweg gedacht wird. Dafür sind andere Redaktionsstrukturen und Verantwortlichkeiten notwendig, um bei den Inhalten auch immer gleich dreigleisig agieren zu können. Theoretisch hört sich das gut an, praktisch zeigen sich für die Redaktionen allerdings zahlreiche Herausforderungen: Wie sieht dafür die optimale Redaktionsstruktur aus? Müssen alle Redakteure jetzt trimedial arbeiten können? Welche Nutzer erreiche ich mit welchen Inhalten in welcher Informationstiefe über welches Medium am besten?

Fakt ist, dass es ohne eine entsprechende Präsenz im Digitalen insbesondere für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten schwierig wird, mit hochwertigen Inhalten ihrem Bildungsauftrag – und damit auch ihrer Legitimation – beim jüngerem Publikum nachzukommen.

Google würde dabei gerne unterstützen und stellte mit dem Google News Lab eine Initiative vor, die mit einem 150-Millionen-Euro-Etat Innovationen im digitalen Nachrichtengeschäft fördern möchte. Dahinter verbergen sich bereits jetzt eine ganze Reihe von Tools für die journalistische Arbeit. Google scheint aus den Diskussionen um die Nutzung von Medieninhalten seine Lehren gezogen zu haben und versucht jetzt einen strategisch anderen Weg, um anspruchsvolle Inhalte an den Nutzer zu bringen und diese damit interessant für die Werbevermarktung zu machen.

Was Google dabei im Portfolio (noch) fehlt, ist ein Storytelling-Tool, das von Grund auf ein trimediales Veröffentlichen ermöglicht. Wir waren daher vor Ort, um den Medienmachern die Möglichkeiten des modernen Storytellings durch Linius zu zeigen. Seit einem Jahr sind wir mit Linius am Start und feiern aktuell ausgiebig und mit einem günstigen Einstieg das Jubiläum.

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